mdadm Raid 1 reparieren nach Festplattentausch

Das mdadm Raid war degraded, der Provider hat bereits die defekte Festplatte ausgetauscht.
Die neue Festplatte wieder dem Raid 1 hinzuzufügen ist mit dieser Anleitung spielend einfach.

Sollte das System nicht mehr lauffähig sein, starte den Recovery/Rescue Mode über das Provider Webinterface.

Punkt 1: Raid Status prüfen

Bei den hervorgehobenen Zeilen sehen wir das HDD /dev/sda nicht vorhanden ist, diese wurde ausgetauscht.

Punkt 2: Partitionen prüfen

Die neue Festplatte hat keine Partitionstabelle, das prüfen wir mit diesem Befehl.

Punkt 3: Kopieren der Partitionstabelle

Mittels sfdisk (MBR) oder gdisk (GPT) kopieren wir die Partitionstabelle auf die neue Festplatte.

MBR

GPT

Falls das System die neuen Partitionen nicht erkennt…
Beispiel: /dev/sda hat keine Partitionen.

…fixen wir dies mit dem Befehl partprobe

Punkt 4: Neue Festplatte dem Raid hinzufügen

Zuerst stellen wir das Raid für /boot wieder her. Wir fügen also /dev/sda1 dem Volume /dev/md0 hinzu.

Nun folgt /, wir fügen /dev/sda3 dem Volume /dev/md1 hinzu.

Sollte keine Bestätigung added /dev/sda3 ausgegeben worden sein, bitte das Raid kurz stoppen und wieder zusammenfügen.

Punkt 5: Resync Prozess beobachten

TIPP: In der Datei (Debian) /etc/mdadm/mdadm.conf kann eine E-Mail Adresse MAILADDR für Störungsmeldungen hinterlegt werden.

Punkt 6: GRUB Bootloader schreiben

Da es sich um /dev/sda handelt muss der GRUB Bootloader neu in den MBR geschrieben werden. Wir bauen als Erstes eine Chroot-Umgebung auf.

Den Bootloader schreiben wir mit diesen Befehlen in den MBR. (Befehle sind hervorgehoben)

GRUB 1

GRUB 2

Das war es, der Recovery/Rescue Mode kann beendet werden, insofern es nicht mehr lauffähig war. Das System ist wieder bootfähig.

Dominion

Dominion

Linux Systemadministrator

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1 Antwort

  1. wuermchen sagt:

    Bei einigen GPT-Partitiontabellen ist die sdx1 allerdings für den Bootloader vorgesehen. Dann verschiebt sich die Konfiguration; dann gehört meist sdx2 wieder ins RAID für /boot.

    Vielleicht sollte man sich einfach an der /proc/mdstat orientieren. Wenn ein mdX eine Partition n von der bestehenden Festplatte enthält, sollte auch die Partition von der neuen Festplatte dem mdX hinzugefügt werden.

    Man könnte eigentlich versuchen das alles mal in ein automatisches bash-Script zu packen.
    copy, paste + zuschauen. 😉

    Bei Grub2 sollte vielleicht eher auf „grub-install“ zurückgegriffen werden.

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