Pi-Hole – Keepalived für die Hochverfügbarkeit

Wer ebenfalls Pi-Hole aus meinem November Beitrag fleißig getestet hat, kann sich nun mit dieser Anleitung an eine Hochverfügbarkeit machen. Was ihr braucht – lediglich einen zweiten Linux Rechner der 24 Stunden am Tag erreichbar ist und im selben Netz steht wie euer bestehender Pi-Hole Server.

Am Ende habt ihr 2 Pi-Hole Instanzen und eine Failover IP-Adresse die in eurem Router fest als DNS Adresse hinterlegt ist. Oftmals ist genau an dieser Stelle nur eine IP-Adresse möglich. Eine Pi-Hole Master Node und eine Backup Node. Sollte die Master Node offline gehen wandert die Failover-IP Adresse durch den keepalived Dienst auf die Backup Node. Die Heimgeräte müssen für die Ausfallzeit der Master Node keiner Anpassung unterzogen werden.

Ich gehe in dieser Anleitung auf eine Raspbian/Debian Installation auf 2x Raspberry Pi ein.

Punkt 1: Vorbereitungen

Um zu erlauben, dass IP-Adressen auch auf nicht lokale Schnittstellen zugewiesen werden dürfen, ist eine kleine Anpassung auf beiden Nodes (Master und Backup) notwendig.

Punkt 2: Installation von keepalived

Wir installieren auf der Master und Backup Node den Failover Dienst keepalived.

Vergewissert euch, dass der Dienst auch automatisch beim Botten startet.

Punkt 3: keepalived Konfiguration Master

Folgendes tragen wir auf der primären Pi-Hole Node, dem Master ein.

Punkt 4: keepalived Konfiguration Backup

Folgendes tragen wir auf der sekundären Pi-Hole Node, dem Backup ein.

Punkt 5: Testen

Zuerst restarten wir beide keepalived Dienste.

Auf dem Master sollte die Failover IP-Adresse 192.168.1.10 nun zu sehen sein.

Jetzt stoppen wir den keepalived auf dem Master.

Die IP-Adresse ist umgehend auf der Backup Node hochgefahren und Pi-Hole DNS Blackhole funktioniert weiter.

Nach einem erneuten Starten des Dienstes ist euere Pi-Hole HA Installation abgeschlossen.
Vorhandene Blacklist und Whitelist Einträge solltet ihr auf beide Nodes übernehmen!

 

 

Dominion

Dominion

Linux Systemadministrator

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